Vorsorgeausweis verstehen

Wie hoch wird die Pensionskassen-Rente sein, die Sie nach der Pensionierung erhalten werden? Der Vorsorgeausweis der Pensionskasse gibt Ihnen die Antwort. Er wird Ihnen jedes Frühjahr von Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Pensionskasse zugesandt. Im Vorsorgeausweis steht zudem, wie gut Ihr Ehepartner oder Ihre Kinder im Falle Ihres Todes abgesichert sind. Und wie hoch die Rentenzahlungen im Falle einer Invalidität ist.

-          Zuoberst auf dem Vorsorgeausweis ist ihr Bruttolohn angegeben. Der muss gleich hoch sein wie auf dem Lohnausweis, den Sie von Ihrem Arbeitgeber für die Steuererklärung erhalten. Davon wird der so genannter Koordinationsabzug abgezogen (siehe Pensionskasse).  Der ausgewiesene versicherte Jahreslohn entspricht also dem Bruttolohn minus dem Abzug. Tipp: Vergleichen Sie den Bruttolohn auf dem Vorsorgeausweis mit jenem auf dem Lohnausweis.

-          Unter dem Stichwort Altersleistung wird im Vorsorgeausweis eine Rentenprognose erstellt. Angenommen wird dabei, dass ihr versicherter Lohn gleich hoch bleibt, ihr Altersguthaben zu gleichbleibenden Zinssätzen verzinst wird und Sie nicht früher oder später als im Pensionskassen-Reglement vorgesehen in Rente gehen.

-          Das so errechnete Alterskapital wird mit dem so genannten Umwandlungssatz von beispielsweise 6,4 Prozent in eine Jahresrente umgerechnet. Bei einem Alterskapital von 100’000 Franken würde dieser Umwandlungssatz eine Jahresrente von 6400 Franken ergeben. Die budgetierte Jahres-Altersrente wird im Vorsorgeausweis angezeigt.

-          Hinterlassenenleistungen erklären die Ansprüche ihrer Hinterbliebenen im Falle Ihres Todes vor der Pensionierung. Damit ihre Partnerin oder ihr Partner eine Witwenrente erhält, müssen Sie bei den meisten Pensionskassen nicht verheiratet sein. Den Namen des Partners müssen Sie aber der Pensionskasse melden. Genaueres dazu steht im Pensionskassenreglement.

-          Unter Invalidenleistungen zeigt der Vorsorgeausweis die Leistungen der Pensionskasse im Falle einer Invalidität an. Diese kommen ergänzend zu einer Invalidenrente der IV hinzu. -          Mindestens die Hälfte der Pensionskassen-Beiträge muss Ihr Arbeitgeber übernehmen. Jene die Sie selbst zahlen, werden Ihrem Lohn abgezogen und der Arbeitgeber leitet sie an die Pensionskasse weiter.

-          Besondere Beiträge kann die Pensionskasse erheben, wenn sie in finanziellen Schwierigkeiten ist. Der Vorsorgeausweis muss diese auflisten. Die Pensionskasse muss Sie aber vorgängig darüber informieren. Auch darf die Pensionskasse Ihr Altersguthaben mit null Prozent verzinsen, wenn sie in einer Unterdeckung ist. Aber auch darüber müssen Sie vorgängig informiert werden.

-          Bei einem geplanten Hauskauf mit dem Vorbezug von Pensionskassengeld sind die im Vorsorgeausweis aufgeführten Freizügigkeitsleistungen entscheidend. Dieses Geld steht Ihnen beim Erwerb von Wohneigentum zu (siehe Freizügigkeitsleistungen). Wenn Sie die Stelle wechseln ist dieser Betrag auch jene Summe, welche an die neue Pensionskasse transferiert werden muss.

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