Pensionskasse - Beitragsprimat

Im Beitragsprimat werden die Renten aufgrund der Beiträge des Versicherten und der Zinsen auf das angesparte Alterskapital berechnet. Die Höhe Ihres Guthabens ist also für die Höhe Ihrer Rente massgebend. Wie hoch Ihr Guthaben ist, können Sie in Ihrem Vorsorgeausweis nachschauen.

Neben dem Guthaben ist im Beitragsprimat der so genannte Umwandlungssatz entscheidend. Denn dieser schreibt fest, wie das tatsächlich angesparte Pensionskassenkapital in eine Jahresrente umgewandelt wird. Ein Umwandlungssatz von 6,8 Prozent entspricht bei einem Alterskapital von 100 000 Franken zum Beispiel einer Jahresrente von 6800 Franken. Die Höhe des Umwandlungssatzes schreibt die Pensionskasse in ihrem Reglement fest.

Je höher der Satz, desto höher ist die Rente.  

Im Beitragsprimat wird also nach der Pensionierung das verteilt, was angespart und verzinst worden ist. Je mehr eingezahlt wurde und je höher die Zinsen waren, desto höher ist auch die Altersrente. Auch die Renten, die bei Invalidität oder im Todesfall, von der Pensionskasse bezahlt werden, richten sich im Beitragsprimat meistens nach dem hochgerechneten Alterskapital.   Bei der Berechnung der Rente, ist der Gesetzgeber im obligatorischen Bereich, der tiefere Einkommen abdeckt, strenger als im überobligatorischen Bereich. So muss das Alterskapital im Obligatorium, das Bedeutet: Einkommen bis 84 240 Franken, ab 2014 mindestens zu einem Satz von 6,8 Prozent umgewandelt werden. Im Jahre 2013 lagen die Mindest-Sätze noch leicht höher.

Dieser Umwandlungssatz wird im Gesetz festgeschrieben und untersteht deshalb dem fakultativen Referendum. Im März 2010 wurde eine Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes im Obligatorium vom Volk verworfen. Im Überobligatorium, das die höheren Löhne versichert, sind die Pensionskassen jedoch frei, einen tieferen Satz anzuwenden.  

Ein Beispiel: Sie haben in einer Beitragsprimat-Kasse ein angespartes Kapital von 400'000 Franken und der Umwandlungssatz beträgt 6,5 Prozent. Somit erhalten Sie eine Altersrente von 26'000 Franken pro Jahr.  

Ein Vorteil des Beitragsprimats ist, dass die versicherte Person beim Eintritt eines Versicherungsfalles weniger vom letzten Einkommen abhängig ist als im Leistungsprimat. Dafür sind die Verzinsung und die Beitragshöhe für die Berechnung der zukünftigen Pensionskassen - Leistungen umso wichtiger. Das ist auch der grösste Nachteil: Bleibt im Obligatorium der Mindestzinssatz bei 1,5 Prozent, wird das Alterskapital nur minimal vergrössert und die künftigen Renten werden nicht mehr so hoch sein wie heute.  

Der Hauptvorteil des Beitragsprimats liegt in der transparenten Finanzierung der Leistungen, welche im Reglement festgelegt wird. Die genaue Planbarkeit ist wohl der wichtigste Grund, weshalb die meisten privatrechtlichen Unternehmen sich für diese Lösung entscheiden.

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