Kapital oder Rente von Pensionskassen?

Kapital oder Rente? Die Frage ist vor allem eine Frage nach der Höhe des Kapitals und der Weiterentwicklung von Anlagemöglichkeiten im Falle der Auszahlung des Kapitals.

Nehmen wir an, jemand hat im Laufe von 25 Jahren ein Pensionskassen-Kapital von 450 000 SFr. angespart. Abzüglich der Steuern im Falle einer Auszahlung und der jährlichen Versteuerung auf die Zinsen des Kapitals, wäre theoretisch denkbar, dass beim Ableben mit 80 Jahren, tatsächlich die Höhe der Rente auf Grund der geringeren Steuer auf den Anlagezinsen höher war.

Allerdings nur unter zwei Voraussetzungen:

Der Versicherte stirbt tatsächlich nach 25 Jahren und nicht erst nach 35 oder gar 40 Jahren und das Kapital wurde so angelegt, das jährlich 4,5 Prozent Rendite erzielt werden und dabei wird das Kapital nicht ausgegeben. Findet ein Bezug des Kapitals statt, dann nur in äußerst bescheidenem Rahmen. In diesem Falle wäre die jährliche Rendite wegen der geringen Steuern tatsächlich um rund 4 000 SFr. höher. Allerdings, verspekuliert sich der Rentner oder bricht einfach der Anlagemarkt zusammen, ist der theoretische Mehrwert nicht nur dahin, sondern eventuell sogar das Kapital einfach verloren.

In der Praxis wird ein Teil des Kapitals im Laufe der Jahre aufgebraucht und im Regelfall sind nach 25 Jahren noch maximal ein Viertel des ursprünglichen Kapitals vorhanden.

Im Falle einer Rente zahlen Sie auf 100 Prozent der Jahresrente Einkommenssteuer. Jedoch können Sie davon ausgehen, auch wenn Sie 100 Jahre leben werden Sie eine Rente der Pensionskasse beziehen.

Die Lebenserwartung steigt statistisch Jahr für Jahr und ein Ende dieser Tendenz ist nicht abzusehen. Ein Kapitalbezug sollte also gut überlegt sein!

 

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